CHRONIK

DER

FF   HAUPERSWEILER

 


 

Im Jahre 1927 hatte sich eine Gruppe von Bürgern unseres Dorfes zusammengetan und unter der Federführung von Herrn Peter Scheer eine

 

 Freiwillige Feuerwehr Haupersweiler

 

gegründet. In einer Satzung vom 12.02.1928 wurden die Werte und Aufgaben dieser Feuerwehr zugrunde gelegt.

Der Brandschutz wurde fortan mit Handspritze, Leitern und landwirtschaftlichen Fahrzeugen sichergestellt, wie es zu dieser Zeit üblich war.

 

 

Erst 1956 erhielt die Wehr, nachdem 1949 in Eigenleistung das erste Spritzenhaus erbaut worden war, ihr erstes Löschfahrzeug. Von diesem Zeitpunkt an leitete auch Herr Peter Martin bis 1969 die Geschicke der Feuerwehr Haupersweiler, nachdem Herr Peter Scheer aus Altersgründen aus der aktiven Wehr ausschied.

 

hintere Reihe:

Klein Herbert, Becker Hans, Scheer Hans, Uhl Rudi, Schneider Gottfried, Schaadt Edmund

mittlere Reihe:

Scheid Peter, Scheer Ludwig, Weyrich Albert, Dresch Helmut, Keller Josef, Decker Werner, Bettinger Rudi, Scheer Wendelin, Becker Ewald

vordere Reihe: Schaadt Josef, Haupenthal Berthold, Stoll Alois, Uhl Hans, Scheer Peter, Martin Peter, Stoll Michel, Dingert Vinzenz, Alles Berthold 

-Aufnahme vor dem ersten anno 1949 erbauten Feuerwehrgerätehaus mit Glockenturm- 

 

In der Zeit um 1955/56 hatte die Feuerwehr rund 40 aktive Mitglieder. Ab 1957 bis 1969 schwankten die Mitgliedszahlen zwischen 33 und 42. Die Übergabe des 1. Feuerwehr-Löschfahrzeuges, ein Ford-Transit,  durch den damaligen Amtsbürgermeister Kuhn, war für die Ausbildung der Wehr bereits eine der ersten  Herausforderungen mit neuem technischen Gerät.

 

Am 02. 12. 1969 wurde Herbert Klein zum Löschbezirksführer ernannt. Der bis dahin fast 42jährige Brandmeister leitete die Wehr bis Anfang 1988 und wurde letztendlich zu seiner Übernahme in die Alterswehr  als Ehrenlöschbezirksführer mit einem großen Zapfenstreich von seinen Feuerwehrkameraden aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

 

Während seiner Dienstzeit fanden einige allgemeine Veränderungen statt. Die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges LF 8 stand im Dezember 1973 an, wodurch der Umbau des alten ehemaligen "Stierstalles" zum Feuerwehrgerätehaus notwendig wurde und das alte Spritzenhaus mit dem Glockenturm zur Unterbringung des Fahrzeuges und der Gerätschaften nicht mehr ausreichte.

Dieses im Dezember 1973 durch Herrn Bürgermeister Weisgerber übergebene Löschfahrzeug versieht auch heute - anno 2004 - mit über 30 Jahren noch seinen Dienst. So konnte besagtes Fahrzeug auch im Jahre 1984 den nächsten Umzug in das neu errichtete heutige Feuerwehrgerätehaus miterleben.

Im Januar 1988 wurde das LF 8 mit ca. 300 Arbeitsstunden in Eigenleistung generalüberholt.

 

Im Jahre 1987 dachte man auch an die Errichtung eines Brandweihers hinter dem Feuerwehrgerätehaus, da es noch 8 hauptberufliche Landwirte gab und in trockenen Jahren das Löschwasser nicht auszureichen schien. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an der schon damals (!) prekären Lage der Haushaltskassen. 

 

Zu dieser Zeit, nämlich am 17. 01. 1988, trat der bis dahin stellvertretende Löschbezirksführer Franz-Josef Danneck die Nachfolge von Herbert Klein an. Er übernahm die Wehr mit einer Gesamtstärke von 67 Mitgliedern, davon 41 Aktive.

 

Im gleichen Jahr, am 24. 04. 1988, wurde dann auch noch mit 9 Jugendlichen die Jugendfeuerwehr gegründet, während in den 8 Löschbezirken der Gemeinde Freisen bereits 6 Jugendfeuerwehren existierten. 

Mittlerweile hatte auch Hans-Josef Keller aus Freisen vom bisherigen Wehrführer Toni Wolf aus Grügelborn das Amt des Gemeinde-Wehrführers übernommen. Zur 60-Jahr-Feier unseres Löschbezirks  war Rudi Ehrlich Ortsvorsteher von Haupersweiler, Vinzenz Becker Bürgermeister der Gemeinde Freisen, Dr. Marner Landrat und Peter Klein Brandinspekteur.

 

Im Sommer 1991 wurde ein neues Feuerwehrfahrzeug in Eigenleistung konzipiert. Ein Tragkraftspritzenanhänger mit einer TS 2/5 und einem 800 Ltr. Wassertank konnte mit einer Schnellangriffseinrichtung in vielen Stunden Fleiß und mit 10.000,- DM Eigenkapital hergestellt werden. Als Zugfahrzeug erwies sich das neue Einsatzleitfahrzeug, das zum 65-jährigen Jubiläum der Wehr, am Tag der offenen Tür zum 01. Mai 1992, offiziell von Landrat F-J. Schumann übergeben wurde. Die Einsegnung beider Fahrzeuge vollzog Pastor Weber aus Oberkirchen. 

 

1992 zählte die Wehr 43 Aktive, 11 Jugendwehr- und 20 Alterswehr-Mitglieder.

 

Keine Feuerwehr ohne ihr spezielles Fest. Über lange Zeit, von 1986 bis hin zum Jahre 2000, sollte sich der Hexenball in der Nacht zum 1. Mai zum traditionellen Ereignis der Feuerwehr im Dorf fortsetzen. Zum 65jährigen Bestehen krönte eine Modenschau sogar den Abschluß der Feierlichkeiten.

 

1995 fand dann der Kreisfeuerwehrtag des Landkreises St. Wendel in Oberkirchen statt, wobei die Löschbezirke Haupersweiler und Oberkirchen Ausrichter waren.

Das Programm in der Festhalle war geprägt durch einige kulturelle Höhepunkte, wie Country-Abend, Polizei-Big-Band des Saarlandes und eine Dessous/Strandmoden-Schau. Ein Festumzug sorgte für die Präsentation von über 70 Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen. 

Für die Jugendfeuerwehren fand samstags der Bundeswettkampf des Kreises und der Wettkampf mit Sport-Spiel-Technik statt.

  

 

 die Baustelle ruht!