KLEINLÖSCHGERÄTE

 

Kleinlöschgeräte sind Löschgeräte, die nur ein begrenztes Löschvermögen haben, und daher nur zum Ablöschen von Klein- und Entstehungsbränden verwendet werden können.

Als wichtiges Mittel im vorbeugenden Brandschutz sind diese oft an gut erreichbaren Stellen aufgestellt, beispielsweise in der Küche oder neben der Theaterbühne.

Beispiele für Kleinlöschgeräte sind

 

 6 kg

  

Hinweisschilder für den Gefahrenfall:

 

    Feuerlöschgerät     Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung

 

   

   Löschschlauch     Leiter

 

   Brandmelder manuell    Brandmeldetelefon

        

  Richtungsangabe    Hydrant
     

 

 

Der Feuerlöscher

Ein Feuerlöscher ist ein tragbares Kleinlöschgerät mit einem Gewicht von maximal 20 Kilogramm. Er dient dem Ablöschen von Klein- und Entstehungsbränden. Er enthält Löschmittel, das durch gespeicherten oder bei Inbetriebnahme erzeugten Druck ausgestoßen wird.

Die in einem Feuerlöscher verwendeten Löschmittel sind aufgrund ihrer Löschwirkung für bestimmte Arten von Bränden geeignet, die in Brandklassen eingeteilt sind.

Die Brandklassen, für die ein Feuerlöscher geeignet ist, sind auf jedem Feuerlöscher angegeben und mit Piktogrammen abgebildet und durch die Buchstaben A, B, C und D abgekürzt. Aus der Eignung eines Feuerlöschers für bestimmte Brandklassen, leitet sich auch häufig der umgangssprachliche Name ab, so ist beispielsweise ein ABC-Löscher für die Brandklassen A, B und C geeignet.

Als Löschmittel werden nichtbrennbare Gase (normalerweise Kohlendioxid), Löschpulver, Wasser oder wässrige Lösungen sowie Schaum verwendet, die mit einem Kennbuchstaben in der Typenbezeichnung des Feuerlöschers angegeben sind.

Bis Mitte der 1990er wurden auch Halone als Löschmittel eingesetzt, die Verwendung ist aber seit dem wegen der extremen Ozonschicht-Schädigung verboten.

Kennbuchstabe K: Kohlendioxidlöscher
Kennbuchstabe P: Pulverlöscher für reine Flammenbrände
Kennbuchstabe PG: Pulverlöscher für Flammen- und Glutbrände
Kennbuchstabe M: Pulverlöscher für Brände von Metallen
Kennbuchstabe W: Wasserlöscher
Kennbuchstabe S: Schaumlöscher
Kennbuchstabe H: Halonlöscher (verboten)

 

Der zum Ausstoß des Löschmittels benötigte Druck wird entweder bei der Inbetriebnahme chemisch erzeugt, ist in einem gesonderten Treibmittelbehälter, oder der Löschmittelbehälter steht ständig unter Druck:

Kennbuchstabe C:

Chemische Druckerzeugung während der Inbetriebnahme.

Kennbuchstabe H:

Aufladelöscher, ein gesonderter Treibmittelbehälter setzt den Löschmittelbehälter bei der Inbetriebnahme unter Druck.

Kennbuchstabe L:

Dauerdrucklöscher, der Löschmittelbehälter steht ständig unter Druck.


 

Der richtige Umgang mit Feuerlöschern

Vor dem Einsatz muß geprüft werden, ob der Feuerlöscher für die entsprechende Brandklasse geeignet ist. Zusätzlich vor jedem Löschversuch die Feuerwehr (Notruf 112) verständigen!

Achtung:
Die Funktionsdauer von Feuerlöschern beträgt bei

  6 kg-Löschern nur ca. 10 Sekunden, bei
  12 kg-Löschern nur ca. 18 Sekunden.
Deshalb sollten Löschmittel sparsam eingesetzt werden.
 
Handhabung von Feuerlöschern:
Falsch   Richtig
Löschmittelstrahl niemals gegen die Windrichtung einsetzen, sondern stets mit Windrichtung vorne unten beginnend in die Flammen einbringen. Löschpulverwolke muss jeweils an der Flammenfront optimale Ausbreitung erreichen.
     

Feuerlöscher nie probeweise betätigen! Löschmittelstrahl nicht wahllos in die Flammen richten, sondern stets von unten beginnend die Löschmittelwolke über das Brandobjekt legen.

     
Aber:
Tropfbrände von oben nach unten ablöschen.
     
Brände größerer Ausdehnung niemals mit einzelnem Feuerlöscher angreifen, sondern stets mit großem Feuerlöschgerät bzw. mehreren Personen und Feuerlöschgeräten gleichzeitig den Löschangriff vortragen.
     
Bei kleinen Entstehungsbränden Löschmittelvorrat nicht sinnlos vergeuden, sondern nur so viel Löschmittel einsetzen, wie zur erfolgreichen Ablöschung erforderlich ist. Löschmittelreserven für evtl. Rückzündungen bereithalten.
     
Benutzte oder in Betrieb gesetzte Feuerlöscher niemals sofort wieder an den Bereitstellungsort bringen, sondern unverzüglich durch geschultes Personal überprüfen und einsatzbereit machen lassen.

     


     Anwendungsbereich der Löschmittel

 

Art des brennbaren Stoffes Kennbuchstabe        
Brandklasse  
Wasser

W

X
 
 
 
Wasser mit Zusätzen  
X
X
 
 
ABC-Löschpulver

PG

X
X
X
 
BC-Löschpulver

P

 
X
X
 
Matellbrandpulver

PM

 
 
 
X
Kohlendioxid

K

 
X
X
 
Schaum

S

X
X
 
 

   

 

 


          

Aufbau eines Feuerlöschers

Die Hauptteile eines Feurlöschers sind:

1. der Löschmittelbehälter (mit Tragegriff, Haltevorrichtung und Beschriftung (welche oben erläutert wurde)

2. Löschmittel

3. Treibgas, welches die Aufgabe hat das Löschmittel vollständig auszustoßen.

4. Auslöse- und Unterbrechungseinrichtung (Alle genormten Feuerlöscher müssen eine Unterbrechungsmöglichkeit besitzen, welche nach art eines Selbstschlußventils abstellbar ist.

5. Ausstoßeinrichtung (Das Löschmittel wird über ein Steigrohr aus dem Behälter ausgestoßen. Das Steigrohr führt bis kurz vor dem Boden des Behälters, damit das gesamte Löschmittel aus dem Behälter austreten kann. Es gibt 3 Möglichkeiten das Löschmittel aus dem Behälter austreten zu lassen:

  1. Austrittsdüse direkt am Behälter mit Unterbrechungsmöglichkeit
  2. Schlauch mnit Düse
  3. Schlauch mit Druck- und Zughebel

6. Sicherheitseinrichtung (Unbenutzte Löscher sind immer plombiert.