Informationen über Rauchmelder

 

Der Landtag des Saarlandes beschließt Heim-Rauchmelderpflicht

Zweites Bundesland nach Rheinland-Pfalz

Am 18. Februar 2004 hat der Landtag des Saarlandes eine Änderung des Saarländischen Bauordnungs- und Bauberufsrecht beschlossen.

In §46 Absatz 4 der Landesbauordnung (LBO) wurde eine Heim-Rauchmelderpflicht mit folgendem Wortlaut festgesetzt:

“In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.”

Das Saarland ist nach Rheinland/Pfalz das zweite deutsche Bundesland, das die Heim-Rauchmelderpflicht in Neubauten in der LBO festschreibt. Es wird hoffentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis Rauchmelder in die Bauordnungen der restlichen 14 Bundesländer Einzug halten werden.

 

"Rauch ist gefährlicher als Feuer"

Vergiftungsgefahr durch Schadstoffe

Mehr als 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland durch Brände. Neun von zehn sind Opfer des Rauchs, der entsteht. Gerade der Rauch wird als Gefahr bei Bränden oft unterschätzt.

Rauch enthält viele Schadstoffe. Deshalb kann er je nach Zusammensetzung schnell zur Vergiftung und zum Tod führen. Besonders gefährlich ist Rauch, wenn man schläft. Dann ist der Geruchsinn ausgeschaltet, so dass die schlafende Person den Rauch nicht bemerkt, von ihm vergiftet werden kann und nie mehr aufwacht. Deshalb werden Rauchmelder empfohlen, die einen im Brandfall mit ihrem Warnsignal wecken. Sie sind der beste Weg, eine mögliche Gefahr zu bannen.

Vor allem Schaumstoffe wie in Matratzen und Polstermöbeln, oder brennbares Isoliermaterial wie Styropor sind gefährlich. Brennen sie, kann sich eine gewaltige Menge an Rauch entwickeln. 

Ein Kilogramm verbrannter Schaumstoff löst 2000 Kubikmeter Rauch ausDamit lassen sich etwa 40 Wohnzimmer füllen. 

Die entstehenden Gase können Atemwege verätzen, verengen oder mit Schleim verstopfen. Fangen Kunststoffe und Schaumstoff an zu schwellen, ist im Rauch ein hoher Anteil der giftigen Blausäure. Sehr giftig ist auch das Monoxid im Rauch, das bei hohen Konzentrationen schon nach einigen Atemzügen zu Bewusstlosigkeit führen kann. Die Menschen sterben an Sauerstoffmangel. 

Rauch ist wärmer und leichter als Luft. Er zieht deshalb nach oben ab und kann sich dabei zum Beispiel über das Treppenhaus, Lüftungs-, Installations- oder Leitungswasserkanäle ausbreiten. Besondere Gefahr besteht in Einfamilienhäusern. Der Treppenraum ist wegen der offenen Bauweise selten von den anderen Räumen abgeschottet. Je nachdem, welche Türen geöffnet sind, kann sich der Rauch schnell ausdehnen. Leitungen und Kanäle sind oft weniger gut isoliert als in Mehrfamilienhäusern. In größeren Gebäuden kann sich der Rauch über das Treppenhaus verbreiten. Der Keller sollte zwar durch eine selbst schließende Tür vom Treppenhaus getrennt sein.

Aber wie oft steht diese Türe offen, weil die Leute nachlässig sind oder sie zu laut knallt. Das sind menschliche Dinge, die gravierende Folgen haben können.

Brandschutztipp wenn's brennt und Rauch entseht:

Wichtig ist, die Türen zu zu lassen und den Türschlitz am Boden mit feuchten Tüchern oder Kleidungsstücken abzudichten, um ihn rauchundurchlässig zu machen. Auf keinen Fall sollte man in verrauchte Treppenhäuser rennen. Besser ist es, zum Fenster zu laufen, sich laut bemerkbar machen und die Feuerwehr zu alarmieren. Falls doch schon Rauch den eigenen vier Wänden ist, sollte man sich möglichst in Bodennähe aufhalten.

 

Die Funktion von Rauchmeldern

Die meisten Rauchmelder arbeiten nach dem Streulichtprinzip. Bei Rauch in einer bestimmten Konzentration wird ein Lichtstrahl im Gerät auf eine Fotozelle gelenkt und löst den akustischen Alarm aus.

Rauchmeldermesskammer im Ruhezustand

                      Rauchmeldermesskammer im Alarmzustand

 

Optischer Rauchmelder

Funktionsprinzip eines optischen Rauchmelders Im Melder ist eine Lichtquelle und eine Fotozelle in einer Labyrinthkammer so eingebaut, daß im Ruhezustand kein Licht an die Fotozelle herankommt.
Tritt Rauch in die Kammer ein, so werden die Lichtstrahlen an den Rauchpartikeln gebrochen. Die Lichtstrahlen treffen so auf die Fotozelle. An ihr tritt eine Spannung auf, die als Alarm ausgewertet wird.
Ein optischer Rauchmelder hat eine äußerst lange Reaktionszeit.

 

Einige handelsübliche Rauchmelder

Rauchmelder EI Home EI 2105 B

Testsieger beim letzten Rauchmeldertest der Zeitschrift Stiftung Warentest.  Empfohlen als Stand-Alone-Gerät für den Wohnbereich, batteriebetrieben, einfache Montage, keine Verkabelung nötig. Der Melder wird einfach an die Decke geschraubt und ist nach Einlegen der mitgelieferten Batterie funktionsbereit. Funktionsprüftaste, Batteriewechselsignal, VdS anerkannt, 5 Jahre Herstellergarantie. Befestigungsmaterial und 9V Batterie sind enthalten.

  • VdS-geprüft
  • optisches Streulichtprinzip
  • 5 Jahre Garantie
  • Inkl. Batterie und Befestigungsmaterial
  • Funktionstest durch Prüfknopf
  • Batterie-Entladewarnung (30 Tage)

 

Rauchmelder REV 0023510


Ebenfalls Testsieger beim letzten Rauchmeldertest der Zeitschrift Stiftung Warentest.  Empfohlen als Stand-Alone-Gerät für den Wohnbereich, batteriebetrieben, einfache Montage, keine Verkabelung nötig. Der Melder wird einfach an die Decke geschraubt und ist nach Einlegen der mitgelieferten Batterie funktionsbereit. Funktionsprüftaste, Batteriewechselsignal, VdS anerkannt, 5 Jahre Herstellergarantie. Befestigungsmaterial und 9V Alkaline-Batterie sind enthalten.

  • VdS-geprüft
  • optisches Streulichtprinzip
  • 5 Jahre Garantie
  • Inkl. Alkaline-Batterie und Befestigungsmaterial
  • Funktionstest durch Prüfknopf
  • Batterie-Entladewarnung (30 Tage)

 

Rauchmelder Firex 4907


mit Langzeitbatterie für ca. 10 Jahre
Empfohlen als Stand-Alone-Gerät für den Wohnbereich, batteriebetrieben, einfache Montage, keine Verkabelung nötig. Der Melder wird einfach an die Decke geschraubt und ist nach Einlegen der mitgelieferten Batterie funktionsbereit. Funktionsprüftaste, Batteriewechselsignal, einzigartiges Kompaktdesign, GS- und CE-Zeichen, VdS anerkannt, 5 Jahre Herstellergarantie. Befestigungsmaterial und Lithium-Batterie für ca. 10 Jahre Dauerbetrieb sind enthalten.
Auch als 230 V Version

Der foto-elektronische Rauchmelder FIREX 4907 ist dank seiner besonders kompakten Bauweise der kleinste Rauchmelder im Sortiment. Der speziell für Deutschland entwickelte Rauchmelder bietet modernste Technik in schönem Design. Neuerdings verfügt der Melder über eine Lithium-Batterie, die ca. 10 Jahre hält. Falls doch einmal der Batteriestrom nachlassen sollte, gibt der Rauchmelder rechtzeitig 30 Tage lang ein Warnsignal ab.

Technische Daten:
Warnton: 85 dBA / 3 m
Luftfeuchtigkeit: 10 - 90 %
Temperaturbereich: +4° bis +40° C
Maße: 100 x 30 mm
Gewicht: ca. 160 g
Farbe: weiß
Versorgung:9-V-Blockbatterie

Rauchmelder FlammEx Typ 22


Empfohlen für den Wohnbereich, batteriebetrieben, einfache Montage, bis zu 30 Geräte können miteinander verbunden werden (2 adriges Kabel). Funktionsprüftaste, Batteriewechselsignal, GS- und CE-Zeichen, VdS anerkannt, 5 Jahre Herstellergarantie. Befestigungsmaterial und Alkaline-Batterie sind enthalten.
Auch mit Hitzesensor und Stummschaltung.

  • VdS-geprüft-G200054
  • Fertigung nach DIN ISO 9002
  • optisches Streulichtprinzip
  • 5 Jahre Garantie
  • Inkl. Batterie und Befestigungsmaterial
  • sichere und schnelle Raucherkennung
  • Funktionstest durch Prüfknopf
  • Batterie-Entladewarnung (30 Tage)
  • bis zu 30 Melder zusammenschaltbar
  • Kompakte Abmessungen (H 40mm, Durchmesser 110mm)
  •  

    Rauchmelder ME RM 37/2


    Batteriebetriebener, fotooptischer Rauchmelder mit Prüftaste und Kontroll-LED. Der Rauchmelder kann per als Zubehör lieferbarem Funksender in das Funk-Alarm-System Funk Maxx integriert werden, mit dem ein Alarm per Funk innerhalb des Hauses an eine kleine Zentrale weitergeleitet werden kann.
    Erweiterbar zum Funkrauchmelder

     

    VdS-geprüft

    Fotoelektronische Raucherkennung

    2 Jahre Garantie

    Funktionstest durch Prüfknopf

    Batterie-Entladewarnung (30 Tage)

    85 dbA laute Sirene

     

     

     

     

     

    Rauchmelder Hekatron HSD IV 


    Batteriebetriebener, fotooptischer Rauchmelder mit Prüftaste und Kontroll-LED. Das Gerät ist VdS/CE/TÜV-GS geprüft und nach DIN ISO 9001 in Deutschland produziert. Hochwertiger Einzelrauchmelder, durch Aufrüstung mit einem Funkvernetzungsmodul kann der Melder mit beliebig vielen weiteren Rauchwächtern ohne Kabel verbunden werden.
    Vorteil: per Funkmodul vernetzbar

    Hochwertiger, foto-elektronischer Einzelrauchmelder von Hekatron mit Batteriebetrieb. Zur Vermeidung von Täuschungsalarmen besitzt der Melder einen Alarmzwischenspeicher, der sicherstellt, dass nur dann Alarm ausgelöst wird, wenn auch sicher Rauch erkannt ist. Ein weiterer Vorteil liegt in seinen Erweiterungsmöglichkeiten zum Funkrauchmelder mittels Funkvernetzungsmodul.
    Außerdem besitzt der Rauchmelder eine "Hupe aus" Funktion, mit der z. B. ein durch Kochdämpfe ausgelöster Alarm stummgeschaltet werden kann.

    Lieferung inkl. Befestigungsmaterial und Alkaline-Batterie.
    VdS/CE/TÜV-GS geprüft


    Technische Daten:
    Warnton: 85 dBA / 3 m
    Temperaturbereich: +4° bis +40° C
    Maße: 48 x 96 mm
    Gewicht: ca. 130 g
    Farbe: weiß
    Versorgung: 9-V-Blockbatterie

    Hekatron DSH Funk-Vernetzungsmodul
    Funk-Vernetzungsmodul zur Aufrüstung des Hekatron Rauchwächters zum Funkmelder. Das Modul wird einfach in den am Melder vorgesehenen Steckplatz gesteckt. So kann eine Kette aus beliebig vielen Rauchmeldern gebildet werden, die im Brandfall alle alarmieren.

    Dauert ein Alarm länger als 5 Sek. an, sendet das F.VEM einen Alarm an die anderen Vernetzungsmodule und aktiviert die Hupe. Ist der Alarm nicht mehr vorhanden, wird der Alarm nach max. 2 Min. zurückgesetzt.
    Erkennt der Rauchmelder eine Störung (Messkammerstörung , Batteriewechsel), so erkennt dies auch das F.VEM und sendet eine Störmeldung an die anderen F.VEM. Diese aktivieren die Hupe für zwei Hupenintervalle.
    Liegt nach 4 Stunden die Störung immer noch vor, wird das Senden der Störung wiederholt.
    Unabhängig davon signalisiert der Rauchmelder die Störung mittels Hupe und LED Blitz selbst.
    Passend für die Rauchmelder HSD III und HSD IV

    Alle diese Rauchmelder verfügen über Batteriewarnung, d. h., wenn die Stärke der Batterie nachläßt, gibt der Rauchmelder 30 Tage lang alle 60 Sekunden ein Warnsignal in Form eines kurzen Tons ab. So hat man genug Zeit die Batterie zu ersetzen. Auch die Rauchmelder mit Netzanschluß melden eine schwache Notstrombatterie rechtzeitig.

     

    Rauchmelder
    mit zusätzlichem Alarmlicht
    • speziell geeignet für Anwendungen bei denen das akustische Signal schlecht oder gar nicht wahrgenommen werden kann
    • zusätzlich ist das Alarmlicht eine Orientierungshilfe zum schnellen Erkennen des Alarmauslösers
    Technische Daten:
    Sensor: fotoelektonisch
    Warnton: piezoelektroisch, 85 dB bei 3m Entfernung
    Temperaturbereich: +5°C bis +39°C
    Luftfeuchtigkeit: 10% - 85%
    Spannungsversorgung: 9 Volt-Blockbatterie
    für Rauchalarm 2x Mignon AA für Alarmlicht
    (Batterien sind im Lieferumfang enthalten)

    Rauchmelder Sicherheitsset

    bestehend aus einem Fotoelektronischem Rauchmelder und einem Nachtlicht mit Abblendschirm und Dämmerungsautomatik

    Technische Daten Rauchmelder:
    Sensor: fotoelektronisch
    Warnton: piezoelektronisch, 85 dB bei 3m Entfernung
    Temperaturbereich: +5°C bis +39°C
    Luftfeuchtigkeit: 10% - 85%
    Spannungsversorgung: 9V Blockbatterie (enthalten)
    Technische Daten Nachtlicht:
    Spannungsversorgung: 230V AC, 50 Hz
    Stromaufnahme: 0,03A, max. 7W
    Leuchtmittel: 230V/ 7W E14

    Rauchmelder Traveller
    Der Rauchmelder für unterwegs ist jederzeit einsatzbereit
    • funktioniert nach dem fotoelektrischen Prinzip
    • der sichere Begleiter auf Reisen und in der Freizeit
    • das Leichtgewicht (ca. 108g) ist sofort einsatzbereit, ob im Hotel, Camping, Auto, Zug usw.
    • zusätzlich kann die Testfunktion auch als Paniksignal für ungebetene Gäste eingesetzt werden
    • mit abnehmbarer Trageschlaufe und Saugnapf zu Befestigen
    • Batteriewarnung

    Technische Daten:
    Stromversorgung: 9V-Blockbatterie (inkl.)
    Sensor: fotoelektronisch
    Warnton: ca. 85dB

    Design-Rauchmelder

    Installation von Rauchmeldern

    In Privathaushalten gehören Rauchmelder unter die Zimmerdecke und am besten in die Raummitte. Die Geräte werden mit Hilfe der mitgelieferten Schrauben einfach an der Decke befestigt. Vorzugsweise sind sie vor den Schlafräumen zu installieren und in den Schlafzimmern selbst - vor allem wenn Sie dort elektrische Geräte wie Heizdecken, Fernsehapparate o. ä. benutzen. Auch die Kinderzimmer sollten Sie durch ein zusätzliches Gerät schützen. In Häusern mit mehreren Stockwerken sollten die Rauchmelder im Flur auf den Etagen montiert werden. Wichtig ist auch ein Rauchmelder im Keller. In Küche und Bad sollten Sie auf eine Installation verzichten, weil dort durch Koch- und Wasserdämpfe einFehlalarm ausgelöst werden könnte. Auch besonders staubige Räume eignen sich nicht für eine Installation.
    In größeren Häusern ist es sinnvoll, die Rauchmelder miteinander zu
    vernetzen, so daß ein Kellerbrand auch von den in der Wohnung installierten Geräten gemeldet wird.
     Kleinwohnung

     

    3-Zimmer-Wohnung

     

    Mehrstöckiges Haus

    Mindestschutz  Optimaler Schutz

    So leicht installiert man Rauchmelder

    Rauchmelder lassen sich auch ohne handwerkliches Geschick mit wenigen, dem Gerät beiliegenden Schrauben und Dübeln montieren. Für einen Mindestschutz gilt als Faustregel: ein Rauchmelder im Flur pro Etage sowie in den Schlafzimmern. Ganz nach Ihrer Wohnsituation können Sie mit mehreren Geräten einen optimal erweiterten Schutz erreichen. Als Richtlinie für den Mindest- und den erweiterten Schutz finden Sie hier als Beispiele eine Kleinwohnung, eine 3-Zimmer-Wohnung und ein mehrstöckiges Wohnhaus.

    Darauf sollten Sie achten:

    Damit Sie von Ihren Rauchmeldern optimalen Schutz erwarten können, müssen Sie bei der Installation folgendes beachten:

    Befestigen Sie Rauchmelder

     

    Rauchmelder für Gehörlose

    Dieses System kombiniert eine Zentrale mit einem eingebauten Blitzlicht, einem oder mehreren Rauchmeldern und einem Vibrationsgeber, der beim Schlafen unter das Kopfkissen gelegt wird.

    Brandschutztipp: Was tun, wenn es brennt?

    1. Ruhe bewahren, nicht in Panik geraten!
    2. Verlassen Sie mit allen anderen Haushaltsmitgliedern umgehend die Wohnung. Halten Sie sich nicht auf, um irgendetwas mitzunehmen!
    3. Bewegen Sie sich bei dichtem Rauch möglichst in Bodennähe!
    4. Halten Sie Türen und Fenster brennender Räume geschlossen, um eine Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern!
    5. Rufen Sie die Feuerwehr (112) so schnell wie möglich an und nennen Sie Namen, Adresse und Brandort!
    6. Warnen Sie andere Hausbewohner!

    Appell für Rauchmelder in allen Kinderzimmern

    Deutschlands Feuerwehren fordern eine allgemeine Rauchwarnmelderpflicht für private Neubauten sowie mehr Sicherheitsbewusstsein gerade von Eltern. "Mehr Rauchwarnmelder in Privatwohnungen könnten nicht nur viele der jährlich bis zu 600 Menschen retten, die noch bei Bränden ums Leben kommen. Sie würden auch die Brand- und die Folgeschäden verringern und die Risiken für Einsatzkräfte der Feuerwehren begrenzen", sagt Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

    Beim Deutschen Feuerwehr-Verbandstag 2004 in Berlin haben sich die Feuerwehren am Wochenende in einer Resolution für eine Aufnahme der Rauchmelderpflicht in die Bauordnungen der Länder ausgesprochen. Schlafzimmer, Kinderzimmer und Fluchtwege von Aufenthaltsräumen sollen mit jeweils einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein. Eine Rauchmelderpflicht auch für bestehende Gebäude soll geprüft werden.

    Bislang haben nur Rheinland-Pfalz und das Saarland eine entsprechende Vorschrift. In Hessen gibt es eine Gesetzesinitiative. "Wir erhoffen uns durch eine Rauchmelderpflicht ein Umdenken und mehr Sensibilität für häusliche Sicherheit", betont Ackermann. Während die Ausstattung mit Rauchwarnmeldern in Deutschland noch im einstelligen Prozentbereich stagniere, hätten skandinavische Länder, Großbritannien und die Vereinigten Staaten mit Rauchmelderquoten von 75 bis über 90 Prozent ein erheblich höheres Sicherheitsniveau im privaten Bereich erreicht.

    In der Resolution fordern die Feuerwehren Wohnungsbaugesellschaften, Versicherungen und andere Interessengruppen auf, Rauchmelder kostenlos an Wohnungsbesitzer zu verteilen. An Eltern appelliert der Deutsche Feuerwehrverband, wenigstens Kinderzimmer freiwillig mit Rauchwarnmeldern auszustatten. Kinder seien besonders gefährdet, weil sie durch Neugierde oft Brände verursachten und sich im Falle eines Brandausbruches aus Unkenntnis meist falsch verhielten, erläutert DFV-Vizepräsident Ackermann.

    DFV-Präsident Hans-Peter Kröger hatte während des Deutschen Feuerwehrverbandestages in Berlin eindringlich für mehr Sicherheit in Kinderzimmern geworben: "Kinder können nicht selbst für die Sicherheit sorgen, die möglich wäre. Dafür müssen ihre Eltern etwas tun. Installieren Sie Rauchmelder! Brandschutz im Kinderzimmer muss zur Selbstverständlichkeit werden."

     

    Resolution der 50. Delegiertenversammlung

    Sicherheit durch Rauchwarnmelder

    Brandrauch ist die Todesursache Nummer eins bei Wohnungsbränden in

    Deutschland. Bei rund 180.000 Bränden sind jährlich bis zu 600 Menschenleben

    zu beklagen. Etwa 6000 Menschen erleiden schwere Verletzungen. Brandrauch

    tötet lautlos und überrascht viele Opfer im Schlaf. Gerade in der Entstehungsphase

    eines Brandes werden Atemgifte in hohen Konzentrationen freigesetzt.

    Brandrauchvergiftungen führen in wenigen Sekunden zur Bewusstlosigkeit und

    sehr schnell zum Tode. Kinder sind besonders gefährdet, da sie die Gefahren von

    Brandrauch noch nicht richtig einschätzen können.

    Ein Brandschutzsystem ist nur wirkungsvoll mit einem flächendeckenden Netz leistungsfähiger

    Feuerwehren, umfassender Brandschutzaufklärung bereits im Kindesalter

    und einem baulichen Brandschutz auf dem technischen Stand der Zeit.

    Dazu gehört auch die Ausstattung von Privatwohnungen mit Rauchwarnmeldern.

    Deutschland liegt hier im europäischen und im internationalen Vergleich stark zurück.

    Die deutschen Feuerwehren fordern seit Jahren einen Ausstattungsgrad von

    Privatwohnungen mit Rauchwarnmeldern, wie er zum Beispiel in Großbritannien

    (75 Prozent) und in den Vereinigten Staaten (90 Prozent) selbstverständlich ist.

    Dieser Schutz ist nur zu erreichen, wenn Rauchwarnmelder gesetzlich vorgeschrieben

    werden. Rheinland-Pfalz und das Saarland haben den verpflichtenden

    Einbau von Rauchwarnmeldern in ihren Landesbauordnungen jetzt vorgeschrieben.

    In weiteren Ländern (z.B. Hessen) gibt es entsprechende Gesetzesinitiativen.

     

    Rauchwarnmelder sind unverzichtbar,

    weil sie Menschenleben und Gesundheit schützen, indem sie Bewohner frühzeitig

    auf einen Brandausbruch aufmerksam machen und ihnen so die entscheidende

    Zeit verschaffen, sich selbst rechtzeitig in Sicherheit zu bringen

    weil sie Sachwerte bewahren, denn durch rechtzeitige Entdeckung kann die

    Brandausbreitung eingedämmt werden, und es wird eine effektive Brandbekämpfung

    durch die Feuerwehr ermöglicht

    weil sie das Gefahrenpotenzial für eingesetzte Feuerwehrkräfte verringern, da

    ein frühzeitiger Einsatz das Risiko einer unkontrollierbaren Brandausbreitung

    und von Rauchgasdurchzündungen maßgeblich minimiert

     

    In diesem Bewusstsein fordern die deutschen Feuerwehren Politik und Gesellschaft

    zum Handeln auf:

    1. Aufnahme einer Rauchwarnmelderpflicht in die Musterbauordnung und in

    die Bauordnungen der Länder, wo dies noch nicht geschehen ist.

    Der Deutsche Feuerwehrverband schlägt folgende Formulierung vor:

    „In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die

    Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen

    Rauchwarnmelder haben. Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben

    werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.“

    Das Argument der fehlenden Kontrollierbarkeit dieser Regelung wird durch die

    praktische Handhabung ad absurdum geführt. Wenn Neubauten grundsätzlich

    mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden, ergibt sich bei den Bewohnern

    von alleine eine höhere Sensibilität für Sicherheit und für die entsprechenden

    Aufklärungskampagnen der Feuerwehren.

    Zu prüfen ist auch, ob eine Rauchmelderpflicht für bereits genutzte Gebäude

    eingeführt werden kann.

    2. Ausdehnung von freiwilligen Rauchwarnmelder-Aktionen durch Wohnungsbaugesellschaften,

    Versicherungen und andere Interessenträger.

    Das erreichte Preisniveau von Rauchwarnmeldern macht die kostenlose Abgabe

    von Geräten an Wohnungsinhaber auch in größeren Stückzahlen möglich

    und reduziert bei vergleichsweise geringem Aufwand deutlich das wirtschaftliche

    Risiko durch Brandschäden und durch Brandfolgeschäden.

    3. Sensibilisierung von Eltern, vor allem Kinderzimmer freiwillig mit Rauchwarnmeldern

    auszustatten.

    Kinder unterliegen besonders großen Risiken. Die Zahl der von Kindern aus

    Neugierde verursachten Wohnungsbrände ist hoch. Außerdem neigen gerade

    Kleinkinder dazu, sich bei Ausbruch eines Brandes zu verkriechen, anstatt aus

    dem Gefahrenbereich zu flüchten und Erwachsene zu verständigen. Rauchwarnmeldern

    in Kinderzimmern können großes Leid verhindern.

    Berlin, 13. November 2004